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Wir stellen euch die Liga vor und ihr könnt alle Fragen loswerden, die euch unter den Nägeln brennen: Di, 27.01. 20.30-21.30h; Mi, 11.02. 12-13h; Mi, 25.02. 20.30-21.30h

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Positionen

Alle Pressemitteilungen und Stellungnahmen der Liga in chronologischer Reihenfolge

Stellungnahmen

Inflationsausgleichsprämie vor dem Bundesarbeitsgericht: Entscheidung zu Benachteiligung von Eltern erwartet

Am Mittwoch, 28. Januar, verhandelt das Bundesarbeitsgericht in Erfurt (Az. 10 AZR 261/24) einen Fall von großer Bedeutung. Julia Frank, langjährige Beschäftigte im öffentlichen Dienst, klagt auf die vollständige Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 €. Diese Prämie hatte sie während ihrer Elternzeit nicht erhalten. Das Urteil kann bundesweit Auswirkungen haben und klären, ob Eltern künftig besser vor Benachteiligung geschützt werden müssen. Worum es geht: Ausschluss von Eltern trotz steigender Preise Die Inflationsausgleichsprämie (IAP) wurde 2022 eingeführt, um...

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Keine Rolle rückwärts: Gleichstellung ist ein wichtiger Baustein für unsere Demokratie

Nach sieben Monaten schwarz-roter Koalition sehen wir mit Sorge, dass die Bundesregierung in verschiedenen Vorhaben und Neuregelungen das Thema Gleichstellung aus den Augen verloren zu haben scheint. Maßnahmen wie die Abschaffung des 8-Stunden-Tages, die Flexibilisierung der Arbeitszeit, Kürzungen beim Bürgergeld oder die geplante Streichung des Pflegegrads 1 wirken nicht abstrakt – sie treffen vor allem diejenigen, die ohnehin mehrfach belastet sind: Frauen, Alleinerziehende, Migrantinnen, geflüchtete Frauen, armutsbetroffene Familien sowie Menschen mit Sorge- und Pflegeverantwortung....

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SGB-II-Reform gefährdet Familien: Verbände fordern Nachbesserungen

Mit einem gemeinsamen Appell wenden sich die Liga für unbezahlte Arbeit e. V. (LUA), der Deutsche Juristinnenbund e. V. (djb), das Zukunftsforum Familie e. V. (ZFF), der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) und die evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf) an die Bundesregierung. Die Verbände fordern, dass die geplante Reform des SGB-II die besondere Situation von Menschen mit Fürsorgeverantwortung angemessen berücksichtigt. „Eine nachhaltige Erwerbsintegration braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, kann nicht...

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Bürgergeld-Reform trifft Menschen mit Fürsorgeverantwortung besonders hart

Berlin, 27.11.25 Die Liga für unbezahlte Arbeit (LUA) e.V. warnt in ihrer Stellungnahme zum geplanten 13. SGB-II-Änderungsgesetz vor gravierenden Folgen für Menschen, die Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Sie kritisiert, dass die Reform die wichtigsten Risikofaktoren für Armut ignoriert und Fürsorgeverantwortung faktisch bestraft. Grundsätzliche Position der LUA Fürsorgeverantwortung ist selbst ein Risikofaktor für Armut. Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, in den Bürgergeldbezug zu rutschen – und dort zu bleiben. Die Zahlen sprechen für sich:...

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50 Jahre nach Island: Care-Arbeit gehört ins Grundgesetz

Zum ersten „Tag der pflegenden Eltern“ (koordiniert vom Arbeitskreis pflegender Eltern von wir pflegen e.V.) fordert die Liga für unbezahlte Arbeit (LUA) e. V. den verfassungsrechtlichen und materiellen Schutz von Eltern, Pflegenden und Fürsorgenden. Berlin, 24. Oktober 2025 Vor 50 Jahren legten 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Erwerbs- und Sorgearbeit nieder und machten sichtbar: Ohne Fürsorge steht alles still. In Deutschland ist diese Einsicht durchaus angekommen – die rechtliche und finanzielle Absicherung unbezahlter Arbeit aber bleibt dahinter zurück. Was als Frauenstreik...

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Care-Pflicht statt Wehrpflicht: Wahre Wehrhaftigkeit entsteht durch Fürsorge

Das neue Wehrdienstmodell der Bundesregierung greift zu kurz. Die Liga für unbezahlte Arbeit schlägt stattdessen einen anderen Weg vor: Eine Care-Pflicht als Voraussetzung für politische Ämter und Führungspositionen – als Fundament echter gesellschaftlicher Wehrhaftigkeit. Wehrhaftigkeit beginnt mit Resilienz und Vertrauen Die Wehrhaftigkeit einer Gesellschaft entsteht nicht primär durch militärische Stärke, sondern durch die Fähigkeit ihrer Bürger*innen, Krisen zu bewältigen, Konflikte zu lösen und Gemeinschaft zu schaffen. Diese Kompetenzen – Resilienz, Frustrationstoleranz, Empathie und...

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Abschaffung des 8-Stunden-Tags ist ein Angriff auf Sorgearbeitende und Geschlechtergerechtigkeit

Die Liga für unbezahlte Arbeit verurteilt die geplante Abschaffung des 8-Stunden-Tags durch die Bundesregierung als antifeministischen Rückschritt, der Sorgearbeitende systematisch benachteiligt und die Geschlechterungleichheit in Deutschland weiter verschärfen wird. Sorgebeziehungen leiden unter überlangen Arbeitstagen Die geplante Ausweitung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 13 Stunden bedroht die Grundlagen funktionierender Sorgebeziehungen. Sorgearbeit – sei es die Betreuung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder die emotionale Unterstützung in Freundschaften – erfordert...

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Abschaffung des 8-Stunden-Tags ist ein Angriff auf Sorgearbeitende und Geschlechtergerechtigkeit

Die Liga für unbezahlte Arbeit verurteilt die geplante Abschaffung des 8-Stunden-Tags durch die Bundesregierung als antifeministischen Rückschritt, der Sorgearbeitende systematisch benachteiligt und die Geschlechterungleichheit in Deutschland weiter verschärfen wird. Sorgebeziehungen leiden unter überlangen Arbeitstagen Die geplante Ausweitung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 12 Stunden bedroht die Grundlagen funktionierender Sorgebeziehungen. Sorgearbeit – sei es die Betreuung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder die emotionale Unterstützung in Freundschaften – erfordert...

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Bürgergeld-Studie belegt systematische Diskriminierung von Sorgearbeitenden

Die am 23.06.25 veröffentlichte Studie von Sanktionsfrei e.V. liefert erschreckende Belege für die systematische Benachteiligung von Menschen mit Fürsorgeverantwortung im deutschen Sozialsystem. 54% der Eltern im Bürgergeld verzichten auf Essen, damit ihre Kinder satt werden. Jede*r zweite Befragte mit Kindern kann aufgrund fehlender Betreuung keine Arbeit aufnehmen. Bei pflegenden Angehörigen sind es sogar 88%, die ihre Fürsorgeverantwortung als Hindernis bei der Arbeitssuche erleben. Diese Studie dokumentiert nichts weniger als strukturelle Diskriminierung. Menschen werden systematisch...

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Kein Vorteil, sondern Nachteilsausgleich

Die Entscheidung der Deutschen Bahn, die vergünstigte Familienreservierung abzuschaffen, ist ein Rückschritt für soziale Gerechtigkeit und diskriminierungsfreie Mobilität. Was als "Extra" dargestellt wird, war in Wahrheit ein notwendiger Ausgleich struktureller Benachteiligung. Familien haben beim Bahnfahren strukturell höhere Kosten und Aufwände: mehr Gepäck, komplexere Buchungen, größerer Platzbedarf und höhere Ticketkosten. Gleichzeitig leisten Eltern gesellschaftlich wichtige Sorgearbeit. Die vergünstigte Familienreservierung war ein kleiner, aber wichtiger Ausgleich für diese...

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Mehr Zeit statt mehr Arbeit: Sorgearbeit ist kein Wohlstandsverzicht – Zum Internationalen Kindertag

„Mehr Arbeit für alle“ – mit dieser Forderung heizt Bundeskanzler Friedrich Merz die Debatte um Arbeitszeit erneut an. Doch die Liga für unbezahlte Arbeit e. V. warnt zum Internationalen Kindertag vor den realen Kosten dieser Rhetorik: „Wer Erwerbszeit ausweitet, kürzt automatisch Zeit für Kinder – mit langfristigen Folgen für die ganze Gesellschaft. Kinder brauchen keine Eltern mit Burnout – sie brauchen Erwachsene mit Zeit, Zuwendung und politisch abgesicherter Fürsorgearbeit“, sagt Jo Lücke, Gründerin der Liga. Wenn familiäre Sorge weiter in den Feierabend oder ins Wochenende gedrängt...

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Mehr Lohnarbeit ist keine Antwort auf die Zukunft unserer Kinder

Zum Internationalen Kindertag sprechen viele über das Wohl der Kinder – aber wer zieht politische Konsequenzen daraus? Wenn Spitzenpolitiker wie Friedrich Merz fordern, alle müssten „mehr arbeiten“, dann stellt sich die Frage: Auf wessen Rücken soll diese Arbeitszeitverlängerung ausgetragen werden? Und was bedeutet das für Kinder? Die Annahme, dass mehr Erwerbsarbeit automatisch mehr Wohlstand schafft, blendet aus, dass Kinder Zeit, Begleitung und Beziehung brauchen. Nicht Konsum, sondern verlässliche Sorgearbeit ist das Fundament gelingender Entwicklung. Wenn Eltern, Erziehende und...

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Zum Vorschlag eines Pflegegeldes als Lohnersatzleistung

Die Diskussion um ein sogenanntes Familienpflegegeld, wie es aktuell von Bundesministerin Karin Prien vorgeschlagen wird, ist überfällig. Millionen Menschen in Deutschland leisten täglich unbezahlte Pflege – sie springen ein, wo der Staat keine Versorgung mehr sicherstellt. Ein Großteil dieser Care-Arbeit wird im Privaten geleistet, vor allem von Frauen. Der Vorschlag, pflegenden Angehörigen zumindest für einige Jahre eine Lohnersatzleistung zu ermöglichen, ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber er greift zu kurz. Pflege endet nicht nach zwei Jahren.Gerade Eltern, die ihre Kinder...

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Erste Carewerkschaft Deutschlands fordert Neubewertung von Sorgearbeit

Berlin, Mit leeren Töpfen und klaren Forderungen nimmt die Liga für unbezahlteArbeit (LUA) am 1. Mai ihre Arbeit auf. Die erste "Carewerkschaft" Deutschlands kämpft für dieverfassungsrechtliche Anerkennung von Sorgearbeit und gegen die Benachteiligung vonMenschen, die unbezahlt Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. "Wenn die Gewerkschaften für bessere Bedingungen in der bezahlten Arbeit auf die Straßegehen, gehen wir für unbezahlte Arbeit mit. Wir können nicht länger zulassen, dass jemand, derKinder hat oder Angehörige pflegt, in der Altersarmut landet", so Mitgründerin Franzi Helms. Die...

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