Reform des SGB II darf nicht auf Kosten von Familien und Kindern gehen Ein breites Bündnis aus 38 Organisationen und Verbänden wendet sich in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und ihre Fraktionen im Bundestag. Die Unterzeichnenden fordern geplante Verschärfungen bei der Reform des Bürgergelds (SGB II) zurückzunehmen, die insbesondere Familien mit Kindern treffen. Die Reform verfehle ihr Ziel, Vertrauen zu stärken und Erwerbsintegration zu fördern, kritisieren die Verbände. Stattdessen erhöhe sie den Druck dort, wo er nur begrenzte Wirkung entfalten könne, und verschärfe die...
Eure Geschichten von Diskriminierung als Eltern, Pflegende, Fürsorgende
Inflationsausgleichsprämie vor dem Bundesarbeitsgericht: Entscheidung zu Benachteiligung von Eltern erwartet
Am Mittwoch, 28. Januar, verhandelt das Bundesarbeitsgericht in Erfurt (Az. 10 AZR 261/24) einen Fall von großer Bedeutung. Julia Frank, langjährige Beschäftigte im öffentlichen Dienst, klagt auf die vollständige Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 €. Diese Prämie hatte sie während ihrer Elternzeit nicht erhalten. Das Urteil kann bundesweit Auswirkungen haben und klären, ob Eltern künftig besser vor Benachteiligung geschützt werden müssen. Worum es geht: Ausschluss von Eltern trotz steigender Preise Die Inflationsausgleichsprämie (IAP) wurde 2022 eingeführt, um...
Keine Rolle rückwärts: Gleichstellung ist ein wichtiger Baustein für unsere Demokratie
Nach sieben Monaten schwarz-roter Koalition sehen wir mit Sorge, dass die Bundesregierung in verschiedenen Vorhaben und Neuregelungen das Thema Gleichstellung aus den Augen verloren zu haben scheint. Maßnahmen wie die Abschaffung des 8-Stunden-Tages, die Flexibilisierung der Arbeitszeit, Kürzungen beim Bürgergeld oder die geplante Streichung des Pflegegrads 1 wirken nicht abstrakt – sie treffen vor allem diejenigen, die ohnehin mehrfach belastet sind: Frauen, Alleinerziehende, Migrantinnen, geflüchtete Frauen, armutsbetroffene Familien sowie Menschen mit Sorge- und Pflegeverantwortung....
SGB-II-Reform gefährdet Familien: Verbände fordern Nachbesserungen
Mit einem gemeinsamen Appell wenden sich die Liga für unbezahlte Arbeit e. V. (LUA), der Deutsche Juristinnenbund e. V. (djb), das Zukunftsforum Familie e. V. (ZFF), der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) und die evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf) an die Bundesregierung. Die Verbände fordern, dass die geplante Reform des SGB-II die besondere Situation von Menschen mit Fürsorgeverantwortung angemessen berücksichtigt. „Eine nachhaltige Erwerbsintegration braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, kann nicht...
50 Jahre nach Island: Care-Arbeit gehört ins Grundgesetz
Zum ersten „Tag der pflegenden Eltern“ (koordiniert vom Arbeitskreis pflegender Eltern von wir pflegen e.V.) fordert die Liga für unbezahlte Arbeit (LUA) e. V. den verfassungsrechtlichen und materiellen Schutz von Eltern, Pflegenden und Fürsorgenden. Berlin, 24. Oktober 2025 Vor 50 Jahren legten 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Erwerbs- und Sorgearbeit nieder und machten sichtbar: Ohne Fürsorge steht alles still. In Deutschland ist diese Einsicht durchaus angekommen – die rechtliche und finanzielle Absicherung unbezahlter Arbeit aber bleibt dahinter zurück. Was als Frauenstreik...
Care-Pflicht statt Wehrpflicht: Wahre Wehrhaftigkeit entsteht durch Fürsorge
Das neue Wehrdienstmodell der Bundesregierung greift zu kurz. Die Liga für unbezahlte Arbeit schlägt stattdessen einen anderen Weg vor: Eine Care-Pflicht als Voraussetzung für politische Ämter und Führungspositionen – als Fundament echter gesellschaftlicher Wehrhaftigkeit. Wehrhaftigkeit beginnt mit Resilienz und Vertrauen Die Wehrhaftigkeit einer Gesellschaft entsteht nicht primär durch militärische Stärke, sondern durch die Fähigkeit ihrer Bürger*innen, Krisen zu bewältigen, Konflikte zu lösen und Gemeinschaft zu schaffen. Diese Kompetenzen – Resilienz, Frustrationstoleranz, Empathie und...
Abschaffung des 8-Stunden-Tags ist ein Angriff auf Sorgearbeitende und Geschlechtergerechtigkeit
Die Liga für unbezahlte Arbeit verurteilt die geplante Abschaffung des 8-Stunden-Tags durch die Bundesregierung als antifeministischen Rückschritt, der Sorgearbeitende systematisch benachteiligt und die Geschlechterungleichheit in Deutschland weiter verschärfen wird. Sorgebeziehungen leiden unter überlangen Arbeitstagen Die geplante Ausweitung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 13 Stunden bedroht die Grundlagen funktionierender Sorgebeziehungen. Sorgearbeit – sei es die Betreuung von Kindern, die Pflege von Angehörigen oder die emotionale Unterstützung in Freundschaften – erfordert...
Mehr Zeit statt mehr Arbeit: Sorgearbeit ist kein Wohlstandsverzicht – Zum Internationalen Kindertag
„Mehr Arbeit für alle“ – mit dieser Forderung heizt Bundeskanzler Friedrich Merz die Debatte um Arbeitszeit erneut an. Doch die Liga für unbezahlte Arbeit e. V. warnt zum Internationalen Kindertag vor den realen Kosten dieser Rhetorik: „Wer Erwerbszeit ausweitet, kürzt automatisch Zeit für Kinder – mit langfristigen Folgen für die ganze Gesellschaft. Kinder brauchen keine Eltern mit Burnout – sie brauchen Erwachsene mit Zeit, Zuwendung und politisch abgesicherter Fürsorgearbeit“, sagt Jo Lücke, Gründerin der Liga. Wenn familiäre Sorge weiter in den Feierabend oder ins Wochenende gedrängt...
Erste Carewerkschaft Deutschlands fordert Neubewertung von Sorgearbeit
Berlin, Mit leeren Töpfen und klaren Forderungen nimmt die Liga für unbezahlteArbeit (LUA) am 1. Mai ihre Arbeit auf. Die erste "Carewerkschaft" Deutschlands kämpft für dieverfassungsrechtliche Anerkennung von Sorgearbeit und gegen die Benachteiligung vonMenschen, die unbezahlt Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. "Wenn die Gewerkschaften für bessere Bedingungen in der bezahlten Arbeit auf die Straßegehen, gehen wir für unbezahlte Arbeit mit. Wir können nicht länger zulassen, dass jemand, derKinder hat oder Angehörige pflegt, in der Altersarmut landet", so Mitgründerin Franzi Helms. Die...

