Komm zum SPOTLIGHT_LUA!

Wir stellen euch die Liga vor und ihr könnt alle Fragen loswerden, die euch unter den Nägeln brennen: Do, 12.03. 12-13h, Di, 24.03. 20.30-21.30h

Ohne Anmeldung, offen für alle!

Eure Geschichten von Diskriminierung als Eltern, Pflegende, Fürsorgende

Pflege & Familie

Tina: Wertlos, dass man sich um Kinder kümmert

Ich bin seit 40 Jahren Rollstuhlfahrerin und habe eine Behinderung von 100%. 1995 habe ich ein Diplom in XXX gemacht und 3 Jahre garbeitet. Seitdem ich 2000 aber schwanger geworden bin, habe ich keine Arbeit mehr gefunden und es war mit den 3 Kindern für mich auch nicht möglich neben der Kindererziehung zu arbeiten.  Ich habe in den letzten 25 Jahren meine 3 Kinder allein großgezogen (mit dem Unterhalt der Väter). Wenn meine jüngste Tochter, die jetzt gerade 18 geworden ist, auszieht, muß ich Bürgergeld/Sozialhilfe/Hartz 4 beantragen, da ich dann nur noch ein kleines Einkommen von ca. 800,00...

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Leena: Wegen Pflegezeit kein Elterngeld

Meine Geschichte ist kurz erzählt, und ich bin überzeugt, dass das auch rechtlich als Diskriminierungsfall anzusehen ist: ich habe vor der Schwangerschaft meines 2. Kindes einige Monate meinen schwerkranken Vater gepflegt (bin 100% in Pflegezeit gegangen, Erwerbsarbeit pausiert, musste monatlich 200€ Krankenkassebeiträge bezahlen > 1. Benachteiligung). Dann wurde ich schwanger und habe Elterngeld beantragt. Dabei wurde die Pflegezeit mit 0€ angerechnet, hatte ja nichts "verdient" > 2. Benachteiligung. Aber: wäre ich davor in Elternzeit gewesen, dann hatte sich der Berechnungszeitraum einfach...

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Marie-Luise: Hinterbliebenenrente unfair geregelt

Ich selbst bin verwitwet alleinerziehnd und engagiere mich politisch für Hinterbliebene. Hinterbliebene Eltern dürfen nur 1038 Euro verdienen, dann wird von jedem weiteren Euro 40 Cent von der Hinterbliebenenrente abgezogen. Das ist aus verschiedenen Gründen sehr unfair: 1. Es ist eine VERSICHERUNGSleistung, also beruht sie auch auf Beitragszahlungen, die auch innerhalb einer Ehe gemacht wurden und an einem willkürlichen Punkt gekürzt werden 2. Es ist eine Unterhaltsersatzleistung - aber je mehr man verdient, desto weniger bekommt man und zudem wird es (vs. Unterhalt) versteuert und es sind...

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Annegret: Wenn Fürsorge die Existenz gefährdet

Ich bin Solomama – selbstgewählt – und könnte dank guter Infrastruktur in Hamburg 30 h arbeiten. Nun hat mein Kind ME/CFS nach Post-COVID und ist 100 % hausgebunden. Ich habe keine therapeutische und ärztliche Versorgung, ein bisschen Pflegegeld, klage gerade auf PG 3. Ich arbeite jetzt nochmal die Hälfte – und das geht nur dank meiner Mutter. Mein Arbeitgeber ist super flexibel, kann mich aber natürlich nur für Arbeit zahlen, die ich für ihn mache. Im Schnitt 15 h/Woche nun. Das wird auf die Dauer nicht reichen, da ich auch alle Therapieversuche privat zahlen muss. Zum Glück wohne ich...

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Felicitas: Sorgearbeit ohne Titel und ohne Wertschätzung

Als Tante von vier (Klein-)Kindern, die gemeinsam in Pflege bei meinen Eltern leben, erfülle ich eine offiziell undefinierbare und unsichtbare Rolle und leiste seit Jahren unbezahlte Sorgearbeit: Vor dem Einzug der Kinder und in deren Eingewöhnungszeit in pflegeelterlicher Rolle in Vollzeit (wofür ich mein Studium für 2 Semester ausgesetzt und meinen damaligen Wohnort aufgegeben habe), seither (zwar räumlich distanziert aber fast ununterbrochen) z.B. durch die Planung und -durchführung von Aktivitäten mit den Kindern, als Unterstützung bei der Erstellung von Berichten über die psychosoziale...

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