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Eure Geschichten von Diskriminierung als Eltern, Pflegende, Fürsorgende

Natalie: Stillen im Aktenschrank – Kein Platz für Mutterschaft im Büro

11.02.2026 | Beruf & Karriere, Recht & Soziales | 0 Kommentare

Meine Arbeit ist prinzipiell familienfreundlich (Recht auf Teilzeit, Home Office, …) aber seit der Elternzeit kann ich nicht mehr in meinem Bereichen arbeiten. Am Anfang war das kein Problem, aber ich musste Dienstreisen absagen, weil entweder das Kind krank war (wegen chronischen Vorerkrankungen ist es auch bei profanen Krankheiten häufig im Krankenhaus) oder ich von den Kita-Keimen angesteckt wurde. Seitdem werde ich nicht mehr in dem Bereich eingesetzt, sondern verwalte nur noch die Gelder. Angeblich aus anderen Gründen, aber so fühlt es sich nicht an.

Ich habe auch mal versucht das Kind mit zu nehmen auf eine Dienstreise, was ja prinzipiell möglich ist in einer großen Firma. Der Verwaltungsakt war allerdings so groß, dass mehrere Menschen über mehrere Tage daran arbeiten mussten. Dabei hatte ich sogar selber für die Betreuung vor Ort gesorgt. Mir wurde deutlich, wie ungewollt das ist.

Ich habe schon angefangen zu arbeiten, als ich noch gestillt habe. Wir arbeiten aber in geteilten Büros und es war nicht möglich, mir einen sinnvollen Ort zu geben, wo ich abpumpen kann für die Milch. Ich saß dann am Ende im begehbaren Aktenschrank… Ich musste auch mit den Kollegen diskutieren, dass ich die im Kühlschrank dann lagern darf bis ich nach Hause fahre.

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